Bernd Best Turnier 2015

Turnierbericht von Patrick
Vor ungefähr zwei Jahren habe ich begonnen Rollstuhlrugby zu spielen. Nach einem Badeunfall im Sommer 2012 und einem gequetschten fünften Halswirbel, musste ich mich auch sportlich neu orientieren. Also suchte ich nach Möglichkeiten, die sich mir als Tetraplegiker boten. Bereits während der Reha in Nottwil durfte ich meine ersten Versuche im Rugbystuhl machen und mit den Fighting Snakes mittrainieren. In dieser Zeit konnte ich mich für den Rugbysport begeistern, auch dank dem super Team, das mich mit offenen Armen empfangen und immer gut unterstützt hat. Mittlerweile kann ich sowohl in Nottwil als auch in Bern trainieren und will mich natürlich stetig verbessern.

Bernd Best Turnier
Ende März stand nun traditionell das Bernd Best Turnier in Köln, das grösste Rugbyturnier der Welt, auf dem Terminplan der Snakes. Leider mussten einige Spieler ihre Teilnahme absagen. So kam ich als Neuling zum Zug und erhielt die Gelegenheit, meine ersten Erfahrungen ausserhalb der Schweizermeisterschaft zu sammeln.
Die Fighting Snakes traten in der Basic League, der untersten der vier Ligen an. Nach einem souveränen Sieg und einer Niederlage am Freitag ging es am Samstagmorgen im dritten und letzten Gruppenspiel um den zweiten Gruppenrang. Dieser konnte, trotz eines schwachen dritten Viertels, mit einem starken Comeback im letzten Abschnitt auch gesichert werden. Somit kämpfte man in den Platzierungsspielen mit den anderen Gruppenzweiten um die Plätze 5-8. Leider ging das Crossoverspiel verloren und so warteten zum Abschluss des Turniers die Dragons aus Freiburg. Trotz eines intensiven Wochenendes (sowohl auf, wie neben dem Platz) konnten die Freiburger mit einer guten Leistung in einer spannenden Partie geschlagen werden. Mit diesem Sieg resultierte der 7. Schlussrang bei 16 Teams.
Wichtige Erfahrungen gesammelt


Für mich persönlich war das Turnier eine sehr gute Erfahrung, die auch Lust auf mehr macht. Da wir nur mit fünf Spielern antreten konnten, erhielt ich viel Spielpraxis. Es wurde auch sichtbar, dass in gewissen Bereichen noch einiges an Handlungsbedarf besteht. Dies war mir aber bewusst und motiviert mich umso mehr, weiter zu arbeiten und möglichst viele Fortschritte zu erzielen.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal beim Team und den Betreuern für das super Wochenende bedanken und freue mich bereits auf das nächste Schweizermeisterschaftsturnier in Embrach.
Patrick

 

on 08 April 2015